JDIATCC Traditionelles Tai Chi Chuan      
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Geschichte des TCC / Einführung

Tai Chi Chuan hat verschiedene Aspekte.
Für manche ist es eine Kampfkunst, für andere eine spirituelle Disziplin oder auch eine Ansammlung von Gesundheitsübungen. Keiner dieser Aspekte kann diese Kunst für sich alleine ausfüllen.
Tai Chi Chuan ist eine Bewegungskunst, die die mentalen, spirituellen und körperlichen Aspekte einbindet. Und nur wenn diese drei essentiellen Eigenschaften mit eingeschlossen sind, ist das Wesen des Tai Chi Chuan umfassend beschrieben.

Tai Chi ist die große Einheit, indem zugleich die Polarität (Yin Yang) und der Wandel angelegt ist.
Chuan bedeutet wörtlich die Faust, und bezeichnet eine Reihenfolge vorgegebener Bewegungen.

Die Entstehung des Tai Chi Chuan liegt im Unklaren. Es existieren Legenden, Erzählungen, sowie klassische Texte und Überlieferungen innerhalb der Familien, die Tai Chi Chuan praktizierten.

Die bekannteste Legende besagt, daß der taoistische Mönch Chan San Feng den Kampf eines Kranichs mit einer Schlange beobachtet hat. Die Schlange wich den Angriffen des Vogels mit kreisförmigen Bewegungen aus, nach einiger Zeit zog sich der Vogel erschöpft zurück.
Beeindruckt von diesem Sieg soll er dann das Tai Chi Chuan nach dem Prinzip der Weichheit und Geschmeidigkeit sowie des von Wechsels von Yin und Yang erschaffen haben.

Tai Chi Chuan gehört zu den »inneren« Kampfkünsten. Zu den »äußeren« gehört z.B. Shaolin Kung Fu.
Das charakteristische Merkmal der inneren Schule ist die Bevorzugung der weichen Strategie. Einem Angriff wird keine harte Muskelkraft entgegengesetzt, sondern die Energie des Angreifers wird genutzt um diese umzuleiten und gegen ihn zu richten.

Durch die weiche Art der Ausführung und der positiven, energetischen Wirkung wird das Tai Chi Chuan heute vorrangig zur Kräftigung und Harmonisierung von Körper und Geist genutzt.

Es gibt unterschiedliche Familien-Stile die sich in den Bewegungen unterscheiden, aber auf den gleichen Prinzipien beruhen. Der Yang-Stil ist der bekannteste Stil des Tai Chi Chuan. Daneben gibt es noch den Chen-, Wu-, Li-, und Sun-Stil.

Auch innerhalb der Familien-Stile gibt es unterschiedliche Ausprägungen. Das hängt mit den verschieden Linien innerhalb dieser Familien zusammen. Es gab häufig mehrere Meisterschüler und Söhne, bzw. Töchter, die diese Kunst weiter unterrichten und damit auch unterschiedliche Schwerpunkte festlegten.

Nachfolgend die Linie des Yang-Stils, die wir unterrichten

Yang Lu Chan (1799 – 1872)
Yang Chien Hou (1839 – 1917)
Yang Cheng Fu (1883 – 1935)
Yang Sau Chung (1910 – 1985)
Ip Tai Tak (1932 – 2004)
Ding Teah Chean (John Ding)  (geb. 1951)
 

Peter Wirth, Wolfgang Brodeßer & Matthias Ufer • Bürgerstraße 21 • 40219 Düsseldorf • 0162 / 702 92 85

Autorisierte Schule der John Ding Academy, London